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Wiese abgesagt

Pressemitteilung des Bürgermeisters der Lutherstadt Eisleben

Der Eisleber Wiesenmarkt 2021 und die "Kleine Wiese" mit Bauernmarkt und Ballontreffen in der Zeit vom 17.9. bis 20.9.2021 bzw. 24. - 26.9.2021 finden nicht statt.
Grundlage für diese Entscheidung bildet die Vierzehnte Verordnung über Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus  SARS-CoV-2 in Sachsen-Anhalt vom 16. Juni 2021.

Entsprechend dieser Verordnung (§7 Abs. 5) sind Weihnachts- und Jahrmärkte sowie Volksfeste untersagt. Von der Untersagung ausgenommen sind professionell organisierte Veranstaltungen im Freien mit Angeboten, die der Freizeit und Unterhaltung dienen, bei denen sichergestellt ist, dass nicht mehr als 1 000 Besucher gleichzeitig anwesend sind und Personen der Zutritt nur gewährt wird, die eine Testung im Sinne des § 2 Abs. 1 dieser Verordnung  mit negativem Testergebnis vorlegen oder durchführen oder von der Testpflicht nach § 2 Abs. 2 ausgenommen sind.

Bei der „Eisleber Wiese“ als größtes Volksfest in Mitteldeutschland handelt es sich um eine überregionale Großveranstaltung, bei der jährlich ca. 500.000 Besucher aus Deutschland erwartet werden. Zeitweise befinden sich ca. 20.000 Besucher gleichzeitig auf dem Festgelände.
Vor dem Hintergrund der „Vierzehnten Verordnung“ und der damit verbundenen Auflagen ist eine Durchführung des Eisleber Wiesenmarktes zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
Es wäre illusorisch, sicherzustellen, die Anzahl der Besucher auf dem Festgelände auf 1000 zu begrenzen. Auch die Möglichkeit einer Einlasskontrolle für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete ist bei den örtlichen Gegebenheiten des Festgeländes unmöglich.

Schweren Herzens haben sich deshalb die Lutherstadt Eisleben und der Eigenbetrieb Märkte nach gemeinsamer Absprache entschieden, dass die Veranstaltung nicht stattfinden kann.

„Eine solche Entscheidung nun bereits ein zweites Mal treffen zu müssen, fällt mir sehr schwer. Wir haben uns diese Entscheidung wahrlich nicht leicht gemacht, aber letztlich sind wir als Veranstalter für die Gesundheit vieler tausend Menschen verantwortlich und müssen die Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt vollumfänglich umsetzen. Bei dieser Entscheidung, die sehr emotional diskutiert wurde, kamen natürlich das Wissen um die Wichtigkeit dieses Volksfestes für die Lutherstadt, die Region und das damit verbundene Lebensgefühl zur Sprache. Wir wissen, welche Rolle dieses Fest für die Schausteller, Händler und ortsansässigen Gewerbetreibenden spielt. Ich denke da auch an die glänzenden Kinderaugen und deren herzhaftes Lachen an Schau- und Fahrgeschäften“, betont der Bürgermeister der Lutherstadt Eisleben, Carsten Staub.
„Wir mussten jetzt eine Entscheidung treffen, ein solches Fest, mit über 400 Schausteller und Händler, verlangt eine professionelle Vorbereitung. Wir können und werden nicht an Qualität und Quantität Abstriche machen. Wir sprechen hier von der Marke „Eisleber Wiesenmarkt“ und diese Marke sollten wir nicht durch Experimente beschädigen.

Wir reihen uns schon seit Jahren in die "Top Ten" der Volksfeste in Deutschland ein, von denen leider bereits vor uns das „Münchener Oktoberfest“, die „Cranger Kirmes“ in Herne, die „Cannstatter Wasen“ in Stuttgart, die Rheinkirmes in Düsseldorf, das Bürger-Schützenfest in Neuss und der unmittelbar vor der Eisleber Wiese stattfindende „Pützchens Markt“ in Bonn abgesagt wurden. Damit all unsere Arbeit und die Vorbereitungen bis hierher nicht umsonst waren, werden die Verträge aus diesem Jahr mit ins Jahr 2022 übernommen. Da es sich in diesem Jahr um unsere Jubiläumswiese zum 500. Geburtstag handeln würde, übernehmen wir selbstverständlich auch das komplette, geplante Programm ins nächste Jahr und feiern so diesen Geburtstag nach“, betont der Eigenbetriebsleiter Michalski.

„Bei aller Traurigkeit, die diese Entscheidung mit sich bringt, wir schauen zuversichtlich und voller Optimismus in die Zukunft. Unser Ziel ist es, „Luthers Geburtstag“ im November und den „Eisleber Weihnachtsmarkt“ durchzuführen. Die Entwicklung ist durchaus positiv und angesichts der Besucherzahlen auch durchführbar. Vorausgesetzt, die Situation lässt dies zu“, so der Leiter des Eigenbetriebes Märkte der Lutherstadt Eisleben, Siegmund Michalski.